Altersvorsorgedepot 2027 – was hat sich geändert und was bedeutet das für dich?

Daria Heisiph
Content Managerin
Sunrise Podcast
10.6.2026
6.10.2026
8 Minuten

Was ist das Altersvorsorgedepot und warum ist es ein Gamechanger?

Am 8. Mai 2026 hat der Bundesrat dem Altersvorsorge-Reformgesetz zugestimmt. Ab dem 1. Januar 2027 wird die Riester-Rente durch ein neues, staatlich gefördertes Modell abgelöst: das Altersvorsorgedepot. Was das Besondere daran ist? Erstmals können Sparerinnen und Sparer ihr gefördertes Vorsorgekapital vollständig am Kapitalmarkt investieren – ohne Garantiepflicht, ohne teure Versicherungsmantel, direkt in Fonds und ETFs.

Thomas Niss, Fondsmanager und Gründer von Sunrise, hat das Thema von Anfang an intensiv begleitet und erklärt in einer eigenen Podcast-Folge, was die Änderungen konkret bedeuten und was Sunrise-Kunden jetzt wissen müssen.

Wie hoch ist die staatliche Förderung beim Altersvorsorgedepot?

Die Zulagenstruktur wurde kurz vor der Abstimmung im Bundestag noch einmal deutlich angehoben und ist jetzt klarer und attraktiver als je zuvor.

So funktioniert das neue System:

Wer mindestens 120 Euro pro Jahr einzahlt (also 10 Euro pro Monat), hat Anspruch auf staatliche Zulagen. Die Förderung ist zweistufig und prozentual aufgebaut: Auf die ersten 360 Euro Eigenbeitrag gibt es 50 % Zulage, also 180 Euro vom Staat. Auf weitere Einzahlungen bis zu einem Jahresbetrag von 1.800 Euro gibt es 25 % Zulage, also weitere 360 Euro. Wer also 150 Euro pro Monat (also 1.800 Euro im Jahr) einzahlt, bekommt die maximale Grundzulage von 540 Euro pro Jahr.

Zusätzlich gibt es folgende Boni:

Berufseinsteigerbonus: Wer jünger als 25 Jahre ist, erhält einmalig 200 Euro extra.

Kinderzulage: Pro Kind gibt es 100 % Förderung auf bis zu 300 Euro Eigenbeitrag pro Monat. Für eine Familie mit zwei Kindern und einem 150-Euro-Sparplan summiert sich die Förderung auf über 1.140 Euro pro Jahr – ein erheblicher Hebel.

Geringverdienerbonus: Wer weniger als 26.250 Euro brutto im Jahr verdient, erhält eine zusätzliche Unterstützung.

Mehr zur privaten Altersvorsorge mit Sunrise findest du auf unserer Vorsorgeseite.

Wer ist jetzt förderberechtigt?

Eine der wichtigsten Neuerungen der Reform: Der Kreis der Anspruchsberechtigten wurde massiv ausgeweitet. Neben Angestellten und Beamten sind jetzt erstmals auch alle Selbstständigen und Freiberufler förderberechtigt – unabhängig davon, ob sie rentenversicherungspflichtig sind. Das ist eine Gruppe, die bisher vollständig außen vor war.

Neu ist außerdem eine Regelung für Ehepartner: Wer selbst nicht erwerbstätig ist, kann ein eigenes Altersvorsorgedepot eröffnen, sofern der Partner primär anspruchsberechtigt ist. Die Zulage orientiert sich dabei an den Einzahlungen des Partners, ist aber auf 175 Euro pro Jahr gedeckelt. Voraussetzung ist, dass man nicht dauerhaft getrennt lebt. Das funktioniert auch grenzüberschreitend innerhalb des EWR.

Welche Steuervorteile bietet das Altersvorsorgedepot?

Das Zulagensystem ist nur ein Teil der Geschichte. Was viele noch nicht wissen: Das Altersvorsorgedepot bringt erhebliche Steuervorteile, die weit über die Zulagen hinausgehen.

In der Ansparphase fällt keine Steuer an, weder auf realisierte Kursgewinne noch auf die in Deutschland bekannte Vorabpauschale. Das bedeutet: Man kann innerhalb des Depots kaufen, verkaufen und Gewinne realisieren, ohne dass dabei Steuer anfällt. Erst in der Auszahlungsphase, also nach Renteneintritt, wird der entnommene Betrag mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert. Da das Einkommen im Ruhestand typischerweise geringer ist, bleibt die Steuerlast überschaubar.

Besonders relevant: Das steuerbegünstigte Depot ist nicht auf 1.800 Euro Einzahlung pro Jahr begrenzt. Es können bis zu fast 7.000 Euro jährlich steuerbegünstigt eingezahlt werden. Das macht das Altersvorsorgedepot auch für gut verdienende Anleger zu einem sehr attraktiven Instrument.

Was passiert mit bestehenden Riester-Verträgen?

Bestehende Riester-Verträge genießen Bestandsschutz und laufen unverändert weiter. Ab 2027 besteht die Möglichkeit, das angesparte Guthaben förderunschädlich in ein neues Altersvorsorgedepot zu übertragen – ohne Verlust vergangener Zulagen oder Steuervorteile. Wichtig: Riester-Verträge niemals kündigen, da dabei sämtliche Zulagen zurückgezahlt werden müssten. Neue Riester-Verträge können ab 2027 nicht mehr abgeschlossen werden.

Wer kurz vor der Auszahlungsphase steht, sollte die Reform abwarten: Die bisher verpflichtende Umwandlung eines Teils des Guthabens in eine teure Rentenversicherung ab 85 entfällt im neuen System.

Was bedeutet das konkret für Sunrise-Kunden in Deutschland?

Sunrise plant, das Altersvorsorgedepot ab 2027 anzubieten. Das Beste daran: Das Produkt selbst ändert sich nicht. Der Standortfonds Deutschland und der Sunrise Dividends Interest erfüllen bereits heute alle gesetzlichen Anforderungen für das Altersvorsorgedepot.

Was sich ändert, ist das Depot – nicht das Produkt. Bestehende Kunden können ihre Sparpläne einfach auf ein als Altersvorsorgedepot deklariertes Depot umleiten. Wer im Dezember 2027 einzahlt, zählt trotzdem für das gesamte Jahr. Kein Stress, kein Zeitdruck.

Noch vor dem Launch wird Sunrise einen transparenten Rechner veröffentlichen, der zeigt, wie hoch Zulagen und Steuervorteile im individuellen Fall ausfallen.

Thomas Niss fasst das Prinzip von Sunrise klar zusammen: „Das, was uns eben stark unterscheidet von anderen Anbietern, ist, dass unsere Geschäftsmodelltransparenz so hoch ist wie sonst nirgends. Wir verdienen über die Managementgebühr der Fonds – damit finanzieren wir die gesamte Dienstleistung."

Warum ist das Produkt entscheidender als das Depot?

Ein häufiger Fehler beim Thema Altersvorsorge: Man konzentriert sich auf Zulagen und Steuervorteile und vergisst dabei, dass der größte Teil der langfristigen Performance aus dem Produkt selbst kommt.

Thomas Niss betont das ausdrücklich: Das ideale Produkt fürs Altersvorsorgedepot ist aus seiner Sicht ein breit gestreuter Aktienfonds mit globalem Fokus, niedrigen Kosten und ohne unnötige Komplexität. Genau das bietet Sunrise mit dem Standortfonds Deutschland.

Und noch etwas, das Sunrise von anderen Anbietern unterscheidet: „Wir profitieren überhaupt nicht vom Handel. Und das ist das, was uns unterscheidet zu anderen Anbietern." Wer langfristig Vermögen aufbaut, braucht keinen Anbieter, der von seiner Aktivität profitiert, sondern einen, der dasselbe Interesse hat wie er selbst: dass das Kapital wächst.

Mehr über die Unterschiede zwischen klassischen Investmentfonds und ETFs und warum Sunrise bewusst auf den klassischen Fondstruktur setzt, haben wir hier für dich auf den Punkt gebracht: ETF vs. aktiv gemanagter Fonds - Was passt besser zu dir?

Disclaimer / Risikohinweis

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Die Marke Sunrise wird von der Sunrise Securities GmbH bereitgestellt. Sunrise Securities GmbH übernimmt keine Gewähr.

Das Altersvorsorgedepot startet am 1. Januar 2027 und ersetzt die Riester-Rente mit höheren Zulagen, Steuerfreiheit in der Ansparphase und erstmals vollem Zugang für Selbstständige. Sunrise-Kunden in Deutschland müssen ihr Produkt nicht wechseln, sondern können bestehende Sparpläne einfach ins neue Depot umleiten. Wer langfristig vorsorgen möchte, findet mit Sunrise einen Anbieter, dessen Interessen vollständig mit denen seiner Kunden übereinstimmen.

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